Dienstag, 27. Oktober 2015

Herztöne

Ich hatte das Glück und habe ein ebook gewonnen:


Meine Rezension:


Ich hatte die Vorbücher von Greta Schneider schon seit längerem auf meinem reader, und als ich nun das Glück hatte und "Herztöne" gewann, setzte ich mich hin und las erstmal die anderen Bücher, bevor ich mich an das neue machte.


Vorab: Man muss die vorigen Bände nicht gelesen haben, und es macht absolut nichts aus, wenn man sie nicht kennt, da sie in sich abgeschlossen sind, genau wie dieser hier.

Inhalt: Pawel reitet aus und findet ein junges Mädchen, das vom Pferd geworfen wurde. Vorsichtshalber wird es in Krankenhaus gebracht, wo er bis zum Erscheinen der Mutter wartet - die sich dann als eine alte Bekannte herausstellt ...

meine Meinung: Ich kannte wie gesagt bisher noch kein Buch von Greta Schneider - aber ganz sicher werde ich mir Folgeromane von ihr kaufen. Die Autorin hat einen wunderbaren Schreibstil, und obwohl als erotischer Roman tituliert, enthält das Buch auch ganz viel Spannung und Romantik.

Ich mochte Pawel schon in den vorigen Bänden sehr gerne - und hier hat er endgültig mein Herz erobert. So einen Mann wünscht man sich - liebevoll, romantisch, einfühlsam und geduldig. Er war mir noch einen Tick sympathischer als Leo, der ja auch ein toller Mann ist ;-)


Auch Helen mochte ich als Charakter wirklich gerne, sie ist eine Frau, die sich ihrer selbst nicht ganz sicher ist, immer in der Sorge, es ihrer Tochter und allen anderen recht zu machen und vor allem - sie lässt sich ungern helfen, obwohl sie sich innerlich nach einem Mann zum Anlehnen sehnt. Und nebenbei passiert ganz viel um die beiden - unter anderem ein Mord an der Mutter der besten Freundin ihrer Tochter, und alleine diese Szenen, die beschrieben werden, wie Helen es der Tochter beibringt, rührten mich zu Tränen.

Die Handlung selbst ist spannend aufgebaut, man taucht in das Buch ein und erst dann wieder auf, wenn das Ende da ist - ich habe es heute in einem Tag ausgelesen, weil ich nicht aufhören wollte ;-)
         
Es kommen einige wirklich schön geschriebene Erotikszenen vor, die Bauchkribbeln verursachen, und trotzdem gibt es viel Handlung in der Geschichte, in sich schlüssig und wie ein Krimi aufgebaut, bis zum Ende, das man nicht so erwartet hätte - wirklich toll!
             
Auch Leo und Sabina kommen wieder vor, und ist schön, die beiden wiederzutreffen.
             
Danke, das ich das Buch gewinnen durfte, und danke an Greta Schneider vor allem, dass sie uns mit Büchern versorgt, die mit viel Spannung, Liebe und Romantik viele unterhaltsame und spannende Lesestunden bescheren!
       
Von mir gibt es
         


Montag, 12. Oktober 2015

"die Erbin" von Simona Ahrnstedt

Wieder ein Buch beendet :)



Inhalt: Natalia de la Grip, Mitglied des schwedischen Adels und Tochter von Schwedens mächtigstem Finanzhai, wird von David Hammar, einem jungen Firmeninhaber, zum Mittagessen eingeladen. David ist mit seiner Firma HC größter Konkurrent der Firma ihres Vaters, Investum, von daher ist sie unsicher, ob sie die Einladung annehmen soll, tut es dann aber doch.

Meine Meinung: Das Buch startet ein klein wenig trocken, mit Begriffen aus der Finanzwelt, jedoch ändert sich das bald und man taucht so richtig in die Geschichte ein. Ich war davon so gefesselt, dass ich das Buch - trotz 600 Seiten - an einem Wochenende ausgelesen hatte.

Die Geschichte wird größtenteils aus Natalias Sicht erzählt, jedoch kommt auch kapitelweise David zum Zug, bzw. andere in der Geschichte vorkommende Personen, wie ihre beste Freundin oder einer ihrer Brüder.

Trotz des (Finanz)themas, vor dem ich mich anfangs ein wenig gescheut hatte, hat mich das Buch dann mit einer Geschichte überrascht, die keinesfalls trocken ist, denn es geht hier trotzdem vorrangig um Natalia und David, die von mehreren Nebencharakteren begleitet werden, die ebenso glaubwürdig beschrieben werden wie sie selbst.

Natalia und ihre Familie sind Mitglieder der schwedischen Oberschicht, und sie musste sich ihren Erfolg als Finanzberaterin hart erkämpfen; es ist erschreckend, wie rückständig diese Leute in Hinsicht auf Emanzipation sind, denn nach Ansicht ihres patriarchischen Vaters und der vieler anderer auch gehören Frauen nämlich hinter den Herd und nicht an die Spitze von Großkonzernen. Auch das ist ein spannender Teil der Geschichte – zu beobachten, wie Natalia sich in dieser von Männern dominierten Welt behauptet und wie sie langsam ihren Weg findet.

Es gibt Ereignisse, die man nicht erwartet hätte, die unfassbar sind, und die trotzdem so gut in die Geschichte passen, dass sie nicht unglaubwürdig wirken. Ich könnte mir gut vorstellen, dass die beschriebenen Ereignisse auch in der echten Welt passieren.

Hier wird nicht nur eine Liebesgeschichte geschrieben, sondern es wird aus der Finanzwelt erzählt, und zwar in einem Stil, dass sogar ich mich ausgekannt habe und sämtliche Vorabzweifel damit hinfällig waren.

Der Schreibstil ist flüssig, und die Geschichte ist wirklich spannend geschrieben, mit Wendungen, die man nicht erwartet, und die es von daher nicht möglich machen, das Ende vorauszusehen.

Ich habe gerade gesehen, dass dieses Buch der erste Teil einer Buchreihe ist, und das erklärt auch, warum das Buch zwar in sich abgeschlossen ist, jedoch die eine oder andere Frage offen lässt. Schön hätte ich allerdings gefunden, wenn dies bereits in der Inhaltsangabe des Buches erwähnt worden wäre.

Alles in allem ein spannend geschriebenes Buch, das mir wirklich sehr gut gefallen hat.




Samstag, 10. Oktober 2015

Schon einmal geküsst

Das nächste Buch hab ich ausgelesen, das mir sehr gut gefallen hat:





Das Cover ist farbenfröhlich und macht als ersten Eindruck gleich mal Lust darauf, ins Buch zu blicken, und es passt auch sehr gut zum Inhalt des Buches.



Inhalt: Allison möchte Klavier studieren. Um jedoch die anstehende Ausbildung finanzieren zu können, nimmt sie einen Job als Assistentin des Geschäftsführers einer Firma an, die Sandwiches erzeugt. Als sie ihrem Boss das erste Mal gegenüber steht, ist sie geschockt, denn er ist der Mann, mit dem sie vor Jahren eine schicksalhafte Nacht verbrachte.

Meine Meinung: Von Beginn an steigt man in die Geschichte ein. Sie wird aus der Sicht von Allison erzählt, mit kleinen Kapiteln aus der Sicht von Miles. Allison war mir ein sehr sympathischer Charakter. Sie ist ruhig und zurückhaltend, trotzdem - wenn sie dementsprechend gereizt wird - kann sie auch ihre Krallen zeigen, und dafür hat sie bei Miles Gelegenheit genug. Miles wiederum mochte ich sehr gerne, weil man bereits zu Beginn ahnen kann, dass hinter dem kalten und unnahbaren Menschen viel mehr steckt, als man ahnen könnte. Die Charaktere sind liebevoll und einfühlsam beschrieben, und auch die Nebenpersonen fügen sich perfekt in die gesamte Geschichte ein.

Die Gedanken sowohl von Miles als auch Allison sind gut und nachvollziehbar beschrieben, was ihre Handlungen zu keinem Zeitpunkt unglaubwürdig macht und richtiges Lesevergnügen garantiert.

Sehr gut hat mir auch die Idee mit dem chat zwischen Allison und ihrer besten Freundin, die sich eine Auszeit in sonnigen Gefilden gönnt, gefallen, die immer am Beginn jedes Kapitels stehen. Sie gewähren damit noch ein wenig mehr Einblick in die Gedankenwelt von Allison. Und Allisons WG-Genossin Sarah fand ich einfach nur süß und konnte sie richtig vor mir sehen :-)

Der Schreibstil der Geschichte ist flüssig und ich mochte nicht aufhören zu lesen. In kleinen Häppchen erfährt man immer weitere Neuigkeiten aus Allisons und Miles' Vergangenheit und Gegenwart, bis sich diese Häppchen am Schluss zu einem großen Ganzen zusammenfügen und Sinn ergeben. Und diese Häppchen bringen den Leser natürlich raffiniert dazu, dass man immer noch weiterlesen mag, neugierig wird und die Spannung steigt.

Was mir noch gut gefallen hätte, wäre ein kleiner Epilog gewesen, wenn zwar auch nicht unbedingt notwendig, hätte er doch die Geschichte in meinen Augen perfekt abgerundet.

Alles in allem ein rundum gelungenes Buch und von mir gibt es eine eindeutige Leseempfehlung!






Freitag, 9. Oktober 2015

Pygmalion - perfekt unverliebt von Clannon Miller

Wieder mal ein Buch, das mir gut gefallen hat - eine Mischung aus "my fair lady" und "der Widerspenstigen Zähmung" - zum Schmunzeln, romantisch, erotisch :)



Inhalt:
Die Brüder Philipp und Henrik haben eine alte böse Erbtante. Damit diese ihr Erbe an Henrik vererbt und nicht an eine Erbschleichernichte, erfindet Philipp kurzerhand eine Verlobte für Henrik, die Tante Olga an ihrem 87. Geburtstag vorgestellt werden soll. Nur – wo soll Henrik, der von der Idee so gar nicht begeistert ist, innerhalb von zwei Tagen eine Verlobte herzaubern, die noch dazu Philipps Beschreibung entspricht? Da kommt ihm die Cateringkraft Lisa gerade recht, die ihm zufällig über den Weg läuft ..

Meine Meinung: Der Klappentext las sich schon mal gut, und kurzerhand landete das Buch in meinem Warenkorb und wurde dann auch schnell gelesen.

Der Schreibstil von Clannon Miller gefällt mir wirklich gut – man landet bereits mit den ersten Zeilen in der Geschichte und mag gar nicht mehr aufhören zu lesen. Der Großteil wird aus der Sicht von Lisa erzählt, mit kurzen Absätzen aus der Sicht von Henrik. Den Charakter von Lisa mochte ich sofort sehr gerne. Sie ist herzlich, einfühlsam, zauberhaft, manchmal ein wenig naiv und trägt das Herz am rechten Fleck. Gleichzeitig ist sie stur und widerspenstig und treibt damit Henrik, der das genaue Gegenteil von ihr ist, in den Wahnsinn. Auch Henrik mochte ich sehr gerne, obwohl er zu Beginn unnahbar und steif ist.

Die Geschichte ist im Prinzip eine moderne Kreuzung zwischen My fair Lady und der Widerspenstigen Zähmung. Lisa tut nie, was man ihr sagt, am wenigsten dann, wenn es ihr von Henrik gesagt wird. Tante Olga ist eine alte Frau, die den Eindruck vermittelt, dass sie einfach von Grund auf böse ist – im Laufe der Geschichte soll sich jedoch der Grund herausstellen, warum dies so ist.

Nicht nur einmal musste ich aufgrund des witzigen Schreibstils laut herauslachen, was insbesonders in einer U-Bahn eher befremdete Blicke seitens der anderen Fahrgäste hervorruft, trotzdem konnte ich einfach nicht anders. Zu herrlich ist es zu beobachten, wie Lisa sich langsam in Henriks Herz schleicht, und umgekehrt. Henrik kommt aus der oberen Gesellschaftsschicht, im Gegensatz zu Lisa, und es ist einfach köstlich zu lesen, wie er versucht, ihr Manieren und Sprache beizubringen, sie zu lehren, wie man sich in der Bussi-Bussi-Gesellschaft richtig verhält, und trotzdem immer wieder an Lisas Starrsinn scheitert.

Die Charaktere rund um Lisa und Henrik sind ebenfalls liebevoll beschrieben, es macht einfach Spaß, sie alle kennenzulernen, und ich hoffe, die eine oder andere Person bekommt wirklich eine eigene Geschichte, so wie es von der Autorin am Ende des Buches angekündigt wird.

Alles in allem ein Buch, das wirklich Spaß macht zu lesen, das aufgrund der Tatsache, dass sich immer was tut, nie langweilig wird, und das genau den richtigen Anteil Romantik vermittelt, ohne kitschig zu werden, vor allem auch, weil es einige deftige Sexszenen gibt.

Lesenswert!


Montag, 5. Oktober 2015

Lebensjahr - 365 Tage für die Liebe



Am Wochenende hatte ich nicht viel Zeit, aber doch so viel, um das nächste Buch auszulesen:



Inhalt: Jule feiert ihren 39. Geburtstag - in ihrem Haus mit Garten, umgeben von perfekten Nachbarn, mit ihrem Mann. Am Tag danach hält sie das Spießbürgerleben nicht mehr aus und macht sich auf die Reise. Diese führt sie nach London, Berlin und Hamburg.

meine Meinung: Mit diesem Roman ist C.C. Boehm ein gelungener Debutroman gelungen. Man steigt mit den ersten Absätzen in die Geschichte ein und lässt sich von einer Frau unterhalten, die ihr Leben und ihre nicht-existente Ehe mit ihrem Mann satt hat und ausreißt. Sie reist zu ihrer Freundin nach London und verbringt dort einige Zeit, dann tut sie das ebenfalls in Berlin und landet schließlich in Hamburg. 

Es macht Spaß, Jule, die der Meinung ist, eine durchschnittliche Frau zu sein, zu begleiten, wie sie versucht, sich ihren Weg alleine zu finden, ohne von Männern abhängig zu sein. Sie hat Spaß und lernt vor allem sich selbst kennen. Dabei ist die Geschichte aber keineswegs ernst, sondern immer mit einem Schuss Humor und liebenswerten Charakteren.

Der Schreibstil ist flüssig und das Buch ist so geschrieben, dass man es nicht mehr aus der Hand legen mag, bevor man erfährt, was aus Jule wird.

Eine lesenswerter und kurzweiliger Roman, der hoffentlich nicht der letzte von C.C. Boehm sein wird, eindeutige Leseempfehlung!

Donnerstag, 1. Oktober 2015

"vergiss nicht, dass wir uns lieben"

Ich hatte das Glück, das Buch als Rezensionsexemplar zu gewinnen, habe mich sehr darüber gefreut, und es hat mich auch nicht enttäuscht :-)



Erster Eindruck: Das war eines der wenigen Male, dass ich die Info über die Autorin auch gelesen habe - einerseits deshalb, weil sie am Anfang vom Buch war und nicht am Ende, wie bei so vielen anderen Büchern, andererseits, weil die Info so spritzig geschrieben war, dass sie Lust darauf gemacht hat, sich über die Autorin zu informieren :-)

Das Cover: Das gefällt mir sehr gut - einfach und trotzdem wirkungsvoll, und es passt vom Bild her auch zur Geschichte.

Inhalt: Ein Mann und eine Frau erwachen an entgegengesetzten Enden eines Waldes - ohne Gedächtnis, ohne zu wissen, wer oder wo sie sind. In ihrer Suche nach Zivilisation treffen sie aufeinander ...

Der Beginn: Gleich die ersten paar Absätze ziehen einen in den Bann - wie beschrieben wird, wie der Mann und die Frau erwachen, sich langsam bewusst werden, dass sie plötzlich nicht mehr wissen, wer sie sind und wie sie in den Wald gekommen sind - sehr spannend :-)

Meine Meinung: Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es war spannend und flüssig geschrieben, es zeigte, dass man Liebe nie wirklich vergessen oder verleugnen kann. Der ruhige Verlauf der Geschichte, die sich dann im letzten Drittel zu einem spannenden Finale steigerte, war sehr gut gestaltet. Ich fand Paula und Johannes sehr gut beschriebene Charaktere, die mir sympathisch waren und die Lust darauf machen, sie kennenlernen zu wollen. Die Beschreibung der Gegend um die beiden herum fand ich stimmungsvoll in die Geschichte integriert, ohne allzuviel von der Geschichte selbst abzulenken. Ich habe mit den beiden mitgefiebert und habe gehofft und gebangt, ob es zu einem Happyend kommen kann.

Dieses Buch hat mich nicht nur gut unterhalten, sondern es regt auch dazu an, darüber nachzudenken, was man in einer solchen Situation machen würde, und es regt dazu an, darüber nachzudenken, was man hat, und dass man dies auch wieder mehr schätzt.

Alles in allem also ein rundum gelungenes Buch, das mir wirklich sehr gut gefallen hat!