Montag, 12. Oktober 2015

"die Erbin" von Simona Ahrnstedt

Wieder ein Buch beendet :)



Inhalt: Natalia de la Grip, Mitglied des schwedischen Adels und Tochter von Schwedens mächtigstem Finanzhai, wird von David Hammar, einem jungen Firmeninhaber, zum Mittagessen eingeladen. David ist mit seiner Firma HC größter Konkurrent der Firma ihres Vaters, Investum, von daher ist sie unsicher, ob sie die Einladung annehmen soll, tut es dann aber doch.

Meine Meinung: Das Buch startet ein klein wenig trocken, mit Begriffen aus der Finanzwelt, jedoch ändert sich das bald und man taucht so richtig in die Geschichte ein. Ich war davon so gefesselt, dass ich das Buch - trotz 600 Seiten - an einem Wochenende ausgelesen hatte.

Die Geschichte wird größtenteils aus Natalias Sicht erzählt, jedoch kommt auch kapitelweise David zum Zug, bzw. andere in der Geschichte vorkommende Personen, wie ihre beste Freundin oder einer ihrer Brüder.

Trotz des (Finanz)themas, vor dem ich mich anfangs ein wenig gescheut hatte, hat mich das Buch dann mit einer Geschichte überrascht, die keinesfalls trocken ist, denn es geht hier trotzdem vorrangig um Natalia und David, die von mehreren Nebencharakteren begleitet werden, die ebenso glaubwürdig beschrieben werden wie sie selbst.

Natalia und ihre Familie sind Mitglieder der schwedischen Oberschicht, und sie musste sich ihren Erfolg als Finanzberaterin hart erkämpfen; es ist erschreckend, wie rückständig diese Leute in Hinsicht auf Emanzipation sind, denn nach Ansicht ihres patriarchischen Vaters und der vieler anderer auch gehören Frauen nämlich hinter den Herd und nicht an die Spitze von Großkonzernen. Auch das ist ein spannender Teil der Geschichte – zu beobachten, wie Natalia sich in dieser von Männern dominierten Welt behauptet und wie sie langsam ihren Weg findet.

Es gibt Ereignisse, die man nicht erwartet hätte, die unfassbar sind, und die trotzdem so gut in die Geschichte passen, dass sie nicht unglaubwürdig wirken. Ich könnte mir gut vorstellen, dass die beschriebenen Ereignisse auch in der echten Welt passieren.

Hier wird nicht nur eine Liebesgeschichte geschrieben, sondern es wird aus der Finanzwelt erzählt, und zwar in einem Stil, dass sogar ich mich ausgekannt habe und sämtliche Vorabzweifel damit hinfällig waren.

Der Schreibstil ist flüssig, und die Geschichte ist wirklich spannend geschrieben, mit Wendungen, die man nicht erwartet, und die es von daher nicht möglich machen, das Ende vorauszusehen.

Ich habe gerade gesehen, dass dieses Buch der erste Teil einer Buchreihe ist, und das erklärt auch, warum das Buch zwar in sich abgeschlossen ist, jedoch die eine oder andere Frage offen lässt. Schön hätte ich allerdings gefunden, wenn dies bereits in der Inhaltsangabe des Buches erwähnt worden wäre.

Alles in allem ein spannend geschriebenes Buch, das mir wirklich sehr gut gefallen hat.




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