Sonntag, 28. Februar 2016

"Royals Saga 2 - Royal Desire" von Geneva Lee





Inhalt: Enttäuscht und verletzt hat Clara ihre Beziehung zu Prinz Alexander nach einer letzten gemeinsamen Nacht beendet. Sie stürzt sich in die Arbeit, um ihn zu vergessen – vergeblich. Die Erinnerungen an ihn, an ihre gemeinsame Zeit lassen sich nicht auslöschen. Und Alexander ist kein Mann, der so leicht aufgibt. Kann er Clara von seiner wahren Liebe überzeugen? Und wird sie zu ihm stehen, wenn er seine dunkle Vergangenheit vor ihr enthüllt? (Quelle: bloggerportal)




Ich danke der Verlagsgruppe Randomhouse für die Zurverfügungstellung des Rezensionsexemplares.






meine Meinung: Band 2 schließt nahtlos an das Ende von Band 1 an. Der Schreibstil ist von Beginn an fesselnd, sodass man das Buch vor dem Ende nicht mehr aus der Hand legen mag.

Was mir sehr gut gefallen hat, ist die Entwicklung der Beziehung zwischen Clara und Alexandra, und wie sie versuchen, sich gemeinsam allen Widrigkeiten zu stellen. Clara entwickelt sich im Laufe der Handlung zu einer starken Frau, die sich nicht mehr so schnell alles sagen lässt und es schafft, ihre Meinung zum Ausdruck und vor allem zur Durchsetzung zu bringen. Alexander wiederum bemüht sich sehr, seiner Dämonen der Vergangenheit Herr zu werden und sie in ebendieser ruhen zu lassen, was gar nicht so einfach ist, denn es soll sich zeigen, dass es in seinem Umkreis Personen gibt, die nicht alles auf sich beruhen lassen wollen. Gleichzeitig müssen Clara und Alexander um ihre Liebe kämpfen, unter anderem vor Alexanders Vater, der mit der Liaison gar nicht einverstanden ist.

Alles in allem konnte mich dieses Buch auf Grund der gut geschriebenen Handlung mehr von sich überzeugen, als es Band 1 getan hat. Die Entwicklung der Charaktere ist glaubwürdig und nachvollziehbar, und es hat mir wirklich gut gefallen zu beobachten, wie sehr sich vor allem Clara zu einem eigenständigen Charakter entwickelt.


Einzig die Sexszenen waren mir zu viel und teils auch viel zu vulgär geschrieben.





Samstag, 27. Februar 2016

"dem Horizont so nah" von Jessica Koch





Das Buch ist ab 14.3.2016 im Handel erhältlich. 

Inhalt: Wie viel zählt ein flüchtiges Versprechen? Wie viel Zeit muss vergehen, bis der Schmerz nachlässt? 
Wie viel muss passieren, bis du den Glauben an die Menschheit verlierst? 
Jessica ist jung, liebt das unkomplizierte Leben und hat Aussichten auf eine vielversprechende Zukunft. Als sie eines Abends das Haus verlässt, ahnt sie nicht, dass sie ihrer großen Liebe begegnen wird. Sie ahnt nicht, dass diese Begegnung ihr gesamtes Weltbild verändert. Und vor allem ahnt sie nicht, dass sie schon bald vor der schwerwiegendsten Entscheidung ihres Lebens stehen wird. 
Die Autorin erzählt von einem Leben zwischen Optimismus, Hoffnung und Angst. Offen, ehrlich und mit Weitsicht erzählt sie eine tiefsinnige Geschichte und bringt dabei mehr als nur ein Tabuthema zur Sprache


Leseprobe:

„Du hättest es mir sagen müssen!“ Ich schrie ihn immer noch an. „Das weiß ich selbst.“ 
Wie oft hatte er im Verlauf dieses Abends schon geseufzt? Vorsichtig legte er seinen Arm um mich. 
„Darf ich?“ Er fragte sogar. Schütteln hätte ich ihn müssen wegen dieser Frage, und mich erst recht an ihn kuscheln, aber ich merkte, wie ich mich unter dem Gewicht seines Armes versteifte. Zum ersten Mal fühlte ich mich unwohl in seiner Nähe, wollte raus aus seinem Bett, weg von ihm. 
Danny spürte mein Unbehagen sofort und zog seinen Arm zurück. 
„Du kannst gehen, wenn du willst.“ Er sprach ruhig und gefasst. 
Jede Faser meines Körpers war angespannt, bereit zur Flucht. Ich fühlte mich wie eine zurückgezogene Sprungfeder. 
Lauf, riet mir meine innere Stimme. Mein körpereigenes Warnsystem schrillte und blinkte in allen Farben. Hektisch sah ich mich im Raum um und wog meine Chancen zur Flucht ab. 
„Du kannst gehen“, wiederholte Danny. „Es ist okay.“ Das war mein Signal. Ein besseres Stichwort würde ich nicht bekommen. Viel zu schnell sprang ich auf und hastete in den Flur. Danny folgte mir und blieb mit verschränkten Armen in einiger Entfernung stehen. Seine Miene war ausdruckslos, verriet nichts darüber, was in seinem Inneren vorging. 
„Es ist in Ordnung, wenn du gehst. Aber du darfst keine Angst haben. Wirklich nicht.“ 
Entsetzt stellte ich fest, dass meine Hände wie Espenlaub zitterten, als ich in meine Turnschuhe schlüpfte und meine Handtasche vom Haken nahm. 
Für eine Sekunde blieb ich stehen und sah ihn noch mal an. Ich wollte irgendetwas sagen, aber mir fiel nichts Passendes ein. 
„Du kannst deine Sachen am Montag holen, wenn ich im Trainingscenter bin, dann musst du mir nicht begegnen“, sagte Danny leise und machte eine Bewegung auf mich zu. Er streckte eine Hand aus, und unwillkürlich zuckte ich heftig zusammen. Er lachte leise, ein freudloses Lachen. Ich begriff, dass er nur hinter mir nach der Türklinke gegriffen hatte, und plötzlich war mir mein Verhalten peinlich. 
Danny öffnete für mich die Wohnungstür. „Soll ich dich nach Hause bringen? Du bist so durch den Wind. Ich kann dir morgen früh zusammen mit Simon deinen Wagen vor die Tür stellen.“ 
Ohne ihm eine Antwort zu geben, schlüpfte ich an ihm vorbei, sorgsam darauf bedacht, ihn nicht zu berühren, rannte aus der Wohnung, den kurzen, gefliesten Gang entlang, und stürmte schließlich aus dem Haus. Noch im Rennen öffnete ich mit der Zentralverriegelung mein Auto und ließ mich keuchend auf den Fahrersitz fallen. Erst beim dritten Versuch gelang es mir, das Auto zu starten. Mit quietschenden Reifen, was mir nie gelungen wäre, wenn ich es beabsichtigt hätte, fuhr ich aus der Parklücke. Meine Hände waren so nass vom Schweiß, dass sie am Lenkrad abrutschten. Das Radio auf volle Lautstärke gedreht, beide Seitenscheiben weit geöffnet, manövrierte ich den Mercedes auf die Landstraße. Ich ärgerte mich wahnsinnig über den Gegenverkehr, der mir andauernd Lichthupe gab, bis ich bemerkte, dass ich ohne Licht fuhr. Mein Handy piepste. Während der Fahrt zog ich es aus meiner Handtasche und las die Nachricht: 

Schreibe mir bitte ganz kurz eine SMS, wenn du zu Hause bist. 
Möchte nur wissen, dass du heil heimgekommen bist. 
Mache mir Sorgen. Danke. 

Ich fing hysterisch an zu lachen. Der Typ hatte vielleicht Nerven. Am liebsten hätte ich mein Handy samt Nachricht aus dem Fenster geworfen. 
Im letzten Moment riss ich das Steuer herum und konnte gerade noch verhindern, dass ich von der Straße abkam. 
Verdammt. Vielleicht sollte ich so wirklich nicht Auto fahren. 
Ich steuerte den nächsten Rasthof an, ließ den Wagen quer über zwei Parkplätzen stehen und stürmte aus dem Auto. Ziellos rannte ich in die Dunkelheit. Mein Kopf drohte zu explodieren aufgrund der ganzen Informationen, die zu verarbeiten ich nicht in der Lage war. Danny hatte mir so viel erzählt in dieser Nacht, so viel von sich preisgegeben, was ihm nicht leichtgefallen war, und ich ließ ihn einfach allein. 
Schlagartig wurde mir bewusst, dass ich rennen konnte, so schnell ich es vermochte, dass ich mit dem Auto bis nach Alaska fahren oder mich im hintersten Winkel der Erde verstecken konnte. Dieser Alptraum würde mich immer einholen. Nicht heute, nicht morgen, aber irgendwann würde er mich kriegen. Ich blieb stehen und stützte meine Hände auf die Knie. 
Denk nach, Jessica, denk nach!



meine Meinung:

Vorab danke ich dem Feuerwerke-Verlag für die Zurverfügungstellung des Rezensionsexemplares.

Ich wurde vor Erhalt des Buches bereits "gewarnt", dass es sich hier um eine wahre Geschichte handelt und dass es sehr emotional ist.
Ich habe nun das Buch in zwei Tagen ausgelesen. Was soll ich dazu sagen? Es fällt mir sehr schwer, hier die richtigen Worte zu finden, eben weil es eine wahre Geschichte ist, und ich hoffe, dass ich mit den nachfolgenden Worten vermitteln kann, was ich beim Lesen empfunden habe. Und es kann durchaus passieren, dass ich hier noch die eine oder andere Zeile hinzufüge, wenn mir noch etwas einfällt ;-)

Das ganze Buch ist in einem wirklich guten Schreibstil verfasst und man merkt auch, dass die Autorin hier eine wahre Begebenheit erzählt, man liest es in jeder Zeile, dass sie das selbst erlebt hat. Es ist schlimm, über Dannys Kindheit zu lesen in dem Bewusstsein, dass sowas wirklich passiert ist und überall auf der Welt sicherlich noch immer passiert. Dass er, egal, was er tut, diese Vergangenheit niemals abschütteln kann und sie ihn immer verfolgen wird. Dass er erst schaffen muss zu vertrauen, um wirklich lieben zu können, und dass es so viele Menschen gibt, die andere verurteilen, ohne etwas über sie zu wissen, warum sie so sind, wie sie sind. Mir standen nicht nur einmal die Tränen in den Augen - vor Zorn über die Ungerechtigkeit, aus Trauer über die passierten Dinge, aus Rührung, weil Danny und Jessica trotzdem ihre Liebe zueinander immer wieder neu beweisen, festigen und vertiefen. Und man liest in diesem Buch auch, wie sehr das alles auch Jessica beeinflusst, wie sie erwachsen wird, trotz allem jedoch den Mut und die Zuversicht nicht verliert, wie sie das auch Danny vermittelt und ihm eine Stütze ist. 

Ich möchte auch gar nichts über den Inhalt schreiben, was über den Klappentext hinausgeht. Für mich war es ein Buch, das mich emotional tief getroffen hat, das nachdenklich macht, das einem bewusst macht, dass man nicht immer in einer Schiene denken sollte, auf andere Menschen auch zugehen sollte, um sie kennen zu lernen. Und dass man das tut, das hat die Autorin sehr gut geschafft anzuregen. 

Vielen Dank für dieses Buch und Jessica - vielen Dank, dass du deine Geschichte mit uns teilst!


Mittwoch, 24. Februar 2016

"Black Dagger 24 - Königsblut" von J.R. Ward



Ich danke der Verlagsgruppe Randomhouse für die Zurverfügungstellung des Rezensionsexemplares.

Inhalt: Wrath, Sohn des Wrath, ist nicht nur der mächtigste Krieger der Black Dagger, er ist auch der rechtmäßige König der Vampire. Nach jahrhundertelangen Kämpfen mit seinen Feinden ist er nun endlich bereit, sein Erbe anzutreten. Unterstützt wird er dabei von der schönen Beth, seiner einzig wahren Liebe. Sie gibt ihm die Kraft, die Krone zu tragen. Doch die Feinde der Black Dagger sind nicht endgültig besiegt, und ausgerechnet Beth wird im Kampf gegen seine Widersacher Wraths Achillesferse sein ...


meine Meinung: Teil 23 und 24 sind wieder eine zusammenhängende Geschichte, man sollte also davor Band 23 gelesen haben.
Mit diesem Band geht die Geschichte um Beth und Wrath weiter - die Glymera versucht mit aller Macht, Wrath als König abzusetzen, und es scheint, als würde alles verloren gehen. Doch sie haben nicht mit Beth gerechnet, die zwar einerseits Wraths Achillesferse ist, andererseits aber - auch dadurch, dass sie zur Hälfte Mensch ist und nicht schon seit Jahrhunderten in der Tradition der Vampire verwurzelt ist - eine Idee hat, wie doch alles noch gerettet werden kann.

Dieser Band konnte mich wiederum vollends überzeugen. Auch die Handlung um die anderen Nebencharaktere wird weiter gesponnen, und im Gegensatz zu Band 23 kommen auch die Black Dagger ein wenig mehr zum Zug. Im Gegensatz zu recht vielen Rezensionen, die bekritteln, dass immer mehr Charaktere beschrieben werden außer den Black Dagger, gefällt mir das aber doch sehr gut, denn man kann ja nicht ewig und drei Tage immer nur Geschichten um die selben Personen spinnen, und ich finde nicht, dass der Autorin hier die Luft ausgegangen ist, sondern, dass die Geschichte sich einfach in andere Richtungen weiter entwickelt. Ich bin jedenfalls sicher, dass man noch mehr von Trez und iAm, Assail und Sola, Xhor und Layla lesen wird. 

Einziger (kleiner) Kritikpunkt: Die Handlung am Schluss lief viel zu schnell ab. Da waren gerade noch Probleme, die dann innerhalb von ein paar Absätzen, bevor das Buch zu Ende ist, gelöst wurden. Das bin ich von der Autorin nicht gewöhnt. Dafür gebe ich einen halben Punkt Abzug.

Alles in allem war das wiederum ein Buch von J.R. Ward, das mir sehr gut gefallen hat. Ich freue mich schon auf die Folgebände.







Dienstag, 23. Februar 2016

"Black Dagger Band 23 - Nachtherz" von J.R. Ward



Inhalt: 
Die schöne Vampirin Beth Randall wusste schon immer, dass es kein Zuckerschlecken sein würde, mit Black Dagger-Anführer Wrath, dem König aller Vampire, verheiratet zu sein. Aber ihre Liebe zu ihm war stärker, und so herrschen sie nun Seite an Seite. Doch den Feinden der Black Dagger ist jedes Mittel recht, um das Königspaar vom Thron zu stürzen: Sie schmieden eine gefährliche Intrige, die nicht nur Wrath‘s Herrschaft, sondern auch seine Beziehung zu Beth beenden könnte ...


meine Meinung: 
Mehr als ein Jahr war vergangen, seit ich Band 22 gelesen hatte, und daher freute ich mich sehr, als ich über die Verlagsgruppe Randomhouse Band 23 anfordern durfte. 

Es hat ein wenig gedauert, bis ich wieder in der Geschichte war und die Erinnerung wieder da war, wer mit wem zusammen ist, und was im letzten Band passiert war. Aber danach bin ich gleich wieder in die Handlung eingetaucht, auch aufgrund des wie immer spannenden und flüssigen Schreibstils. 

Für die, die die Serie nicht kennen und noch lesen möchten - Achtung, ab hier gibt es Spoiler zu den Vorbänden! Wer die Serie lesen möchte, muss unbedingt mit Band 1 beginnen, da es pro zwei Bänden zwar jeweils bestimmte Hauptpersonen gibt, nebenbei jedoch auch immer die Handlung weitergeführt wird. 

Hier geht es um Wrath und Beth. Wrath – nun vollständig erblindet - ist voll mit den verhassten Regierungsgeschäften eingespannt und die beiden finden kaum mehr Zeit füreinander und leben mehr nebeneinander als miteinander. Obwohl beide damit unglücklich, schaffen sie es doch nicht, darüber zu reden und das Problem wieder aus der Welt zu schaffen. 

Gleichzeitig laufen nebenbei Handlungsstränge um Sola und Assail, Trez und iAm, sowie Xhor und seine Kumpane sowie Layla weiter. Es geht hier also nicht nur alleine um Wrath und Beth, was die Spannung zwar schon gesteigert hat, aber mir hat gefehlt, von den anderen Brüdern zu lesen, die immer nur nebenbei erwähnt werden. 

Trotzdem hat es auch dieser Band wieder geschafft, mich zu fesseln und in die Handlung zu ziehen, und ich habe das Gefühl, dass sich diese Serie immer mehr zu einer richtigen Saga entwickelt, in die immer mehr Personen eingespannt werden - es geht hier nicht mehr nur um die Black Dagger, sie sind zwar der Kern, aber rundherum tauchen immer mehr Personen auf, die die Handlung mit beeinflussen, und bei denen es genauso spannend ist zu beobachten, wie sie sich als Charakter in die Geschichte einfügen und entwickeln. 

Von mir gibt es jedenfalls wieder eine Leseempfehlung.


Samstag, 20. Februar 2016

Kiera Brennan "die Herren der grünen Insel"



Der Verlagsgruppe Randomhouse danke ich für die Zurverfügungstellung des Rezesionsexemplares.

Inhalt: Irland 1166: Die Grüne Insel ist in viele kleine Reiche zersplittert, die sich unerbittlich bekriegen. Könige fechten langjährige Fehden aus, und selbst die friedliebendsten Untertanen werden in den blutigen Machtkampf hineingezogen. Zugleich droht ein gemeinsamer Feind in Irland einzufallen: Henry Plantagenet will die Insel an sich reißen. Werden sich die Herren der Grünen Insel vereinen und sich gegen den König von England stellen? Und welche Rolle spielen der grausame Krieger Ascall und die von ihm entführte Caitlín in diesem Kampf um Macht und Blut?


meine Meinung: Kiera Brennan erzählt sehr anschaulich aus der Zeit des Mittelalters, als sich die einzelnen Reiche Irlands bekriegen. Man merkt, dass sie sie sehr gut recherchiert hat.

Die Geschichte wird kapitelweise aus der Sicht verschiedener Personen erzählt, was es aufgrund der vielen vorkommenden Namen ein wenig schwierig macht, sich in die Geschichte einzulesen, und ich habe recht lange gebraucht, um mich in die Handlung einzufinden - man muss sich schon recht konzentrieren beim Lesen, sonst kennt man sich bald nicht mehr aus. Da half dann auch das Personenverzeichnis und die Zeittafel am Ende des Buches nicht immer weiter, vor allem, weil man zeitweise dann sehr oft hin- und herblättern muss.

Trotzdem hat mir die Geschichte sehr gut gefallen, die Autorin hat es gut geschafft, mit bildhafter Schreibweise eine Zeit auferstehen zu lassen, in der sich einzelne Reiche bekriegen, um an der Macht zu bleiben, wo Intrigen geschmiedet werden, und wo es schwer ist, sich auf Dauer zu behaupten.

Alles in allem ein wirklich gut geschriebener historischer Roman, auch wenn er zum Teil seine Längen hatte.

Von mir gibt es eine Leseempfehlung.






Freitag, 12. Februar 2016

"SOS - Liebe kann schwimmen" von Emma Lots






Ich danke dem Feuerwerkeverlag für die Möglichkeit, das Buch vorab lesen zu dürfen - es erscheint am 14. Februar.




Inhalt:
 

Mia hat von den Verkupplungsversuchen ihrer Freundinnen die Nase gestrichen voll. Um die Sache selbst in die Hand zu nehmen, bucht sie in einer Nacht- und Nebelaktion eine Single-Kreuzfahrt durchs Mittelmeer. Das erweist sich jedoch zunächst als keine wirklich gute Idee, denn die Reise entpuppt sich recht schnell als „Mallorca auf See“. Zu allem Überfluss muss sich Mia ihre Kabine auch noch mit der Quasselstrippe Nina teilen.


Den Erfolg der Dating-Reise hat Mia eigentlich schon abgeschrieben, als sie von einem heimlichen Verehrer plötzlich kleine, süße Nachrichten erhält, die sie neugierig machen. Ein Katz- & Mausspiel beginnt, denn der mysteriöse Unbekannte scheint sich partout nicht zeigen zu wollen...




Mini-Leseprobe
Das Bild, das sich Mia bietet, ist so bizarr, dass sie völlig überfordert vor Ninas Hintern stehen bleibt.
„Komm schon, Mia! Nun mach schon!“ Nina sieht über ihre Schulter und feuert Mia an. „Du musst mich rammeln, bis er platzt!“
Das gibt Mia den Rest. „Ich soll dich rammeln? Bist du irre?“
„Das ist ein Spiel, Mia! Wir verlieren! Nun mach endlich!“, ruft Nina verzweifelt, den Blick auf die Gegner gerichtet.
Ich habe Würde, verdammt! Mia steht einfach nur da und starrt auf Ninas Hintern. 'Keine Hände' hatte er gesagt. Mia bückt sich nach vorn und beißt in den Luftballon. Mit einem lauten Knall platzt der Ballon und Nina saust los. Ein paar Männer aus dem Publikum buhen, ein paar Frauen klatschen. Mia lächelt schief, knickst und beugt sich widerwillig über den Stuhl.








meine Meinung:
 

Ich kannte bisher noch kein Buch von Emma Lots, ließ mich überraschen und wurde nicht enttäuscht.

Man liest sich total schnell ein - die Geschichte ist in einem witzigen, schnellen Schreibstil verfasst und gut erzählt.

Mir gefiel Mia als Charakter sehr gut und fand es auch eine gute Idee, dass zwischendurch immer wieder Gedanken von ihr eingestreut wurden, so fiel es noch leichter, sich in sie hineinzuversetzen. Die Autorin hat es gut geschafft darzustellen, dass Mia zwar alleine ganz zufrieden ist, sie aber in ihrem Innersten doch gerne eine Partnerschaft hätte, und dass es ihr auf die Nerven geht, das alle sie verkuppeln wollen.

Auch ihre Zimmergenossin am Schiff war wirklich gut beschrieben. Auf den ersten Eindruck könnte man glauben, sie hätte nicht viel im Kopf, aber dann soll sich heraussstellen, dass sie einfach eine Person ist, die es bisher nicht ganz leicht im Leben hatte und da auch viel Fassade dahintersteckt.

Die Handlung läuft rasch dahin und es gibt nicht einen Absatz, der langweilig wäre. Es tut sich immer was, und ich musste immer wieder mal schmunzeln, wenn sich Mia und ihr heimlicher Verehrer verpassen und was neues dazwischen kommt. Mia hat mir schon richtig leid getan ... und ich habe mitgefiebert, wer denn die Nummer 99 nun ist. Das Ende war einfach zum Dahinschmelzen, so romantisch und süß :)

Es hat wirklich Spaß gemacht, die Geschichte zu lesen, sie bringt einem ein paar vergnügliche Lesestunden, und auch die Romantik kommt nicht zu kurz.

Ich vergebe für das Buch eine absolute Leseempfehlung, wenn man Liebesromane mag, bei denen Romantik, aber auch der Wortwitz nicht zu kurz kommt.








Montag, 8. Februar 2016

Diana Gabaldon - "ein Schatten von Verrat und Liebe" - Band 8 der Highlander-Saga





Inhalt: Es ist Juni 1778, und während der amerikanische Unabhängigkeitskrieg vor der entscheidenden Wende steht, kehrt der totgeglaubte Jamie Fraser zu seiner Familie zurück. Doch nichts ist mehr so, wie es war. Sein unehelicher Sohn, der neunte Graf von Ellesmere, findet die Wahrheit über seine Abstammung heraus und ist entsetzt über seinen Vater – einem verurteilten Rebellen und Verbrecher. Doch eines hat sich Jamie nicht einmal in seinen schlimmsten Albträumen ausgemalt: Seine Frau Claire hat seinen besten Freund geheiratet!

meine Meinung:

Tja, was soll ich sagen - ich hatte mich sehr darüber gefreut, den nächsten Band der Highlander-Saga zu lesen, da mir die bisherigen Bände sehr gut gefallen hatten und danke in dem Zusammenhang der Verlagsgruppe Randomhouse für die Zurverfügungstellung des Rezensionsexemplares.

Vorab: der Schreibstil von Diana Gabaldon ist genauso gut wie auch in den vorherigen Büchern. Dass sie dicke Bücher schreibt, war mir auch bekannt, und ich mag sowas sogar sehr gerne. 

Dadurch, dass es zum Vorband eine sehr lange Pause gegeben habe, hatte ich damit gerechnet, dass ich mich einlesen muss, bis ich wieder alle Personen intus habe - das war aber gar nicht so schlimm, mein Personengedächtnis war recht rasch wieder da. 

Aber: Ich habe mich trotzdem durchgequält. Die Handlung war viel zu ausführlich geschrieben, zuviel Drumherum und Schilderungen des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges. Zuviel Nebenpersonen - bei den vielen Nebenerzählsträngen von Ian und William, Roger und Brianna und noch anderen mehr habe ich die tatsächliche Handlung ein wenig aus den Augen verloren und musste mich wirklich zwingen, weiterzulesen, weil sie mich nicht so gefesselt hat, wie ich es von den vorherigen Bänden gewohnt war. Und spätestens als eine weitere Zeitreise passierte und die Person wieder in einer komplett anderen Zeit angekommen war, musste ich wirklich aufpassen, um den Überblick nicht zu verlieren. Ich habe den Eindruck, dass in Band 8 ein wenig die Luft draußen ist, und dass hier mehr aufgebauscht wurde, um trotzdem ein dickes Buch zusammenzubringen. Und aus dem Ende habe ich sehr den Eindruck, dass es auch noch einen Band 9 geben wird.

3,5 Punkte vergebe ich trotzdem, vor allem wegen des wirklich guten Schreibstils. 

ich kann nur hoffen, dass dann der geplante Band 9 kürzer und dafür interessanter in der Handlung wird und sich nicht so zieht wie ein Kaugummi.


Sonntag, 7. Februar 2016

"Das Buch der Nacht" von Deborah Harkness (All Souls Trilogy)


Ich danke dem Bloggerportal und dem Blanvalet-Verlag für die Zurverfügungstellung dieses Rezensionsexemplares.


Inhalt: Nach ihrer Zeitreise in das London Elisabeth‘ I. kehren Diana Bishop und Matthew Clairmont zurück in die Gegenwart, wo neue Herausforderungen, vor allem aber alte Feinde sie erwarten. In Sept-Tour, der Heimat von Matthews Ahnen, treffen sie aber auch endlich ihre Freunde und ihre Familien wieder. Außerdem werden sie mit einem tragischen Verlust konfrontiert, der besonders Diana trifft. Die wahre Bedrohung für die Zukunft aber, muss noch aufgedeckt werden, und dafür ist es von höchster Wichtigkeit, das Geheimnis um das verschollene Manuskript Ashmole 782 zu entschlüsseln und die fehlenden Seiten zu finden …

meine Meinung:

Hier handelt es sich um Teil 3 und damit den Abschluss einer Trilogie. Es ist unbedingt notwendig, die vorherigen Bände gelesen zu haben, um sich auszukennen.

Auf Grund der komplexen Handlung und auch der lange verstrichenen Zeit, in der ich die Vorbände gelesen hatte (mehr als zwei Jahre) benötigte ich etwa 150 von 600 ebook-Seiten, bis ich mich wieder in die Geschichte hineingefunden hatte - bis dahin habe ich mich ein wenig gequält - aber dann hatte mich die Geschichte wieder voll gepackt.

Die Handlung spielt in der Jetztzeit, und setzt sich gleich nach Ende von Band 2 fort, kurz nachdem Diana und Matthew aus der Vergangenheit zurückgekehrt sind.

Auch hier hat die Autorin eine Handlung rund um Dämonen, Hexen und Vampiren erschaffen, die sich laut Pakt nicht vermischen dürfen, es aber doch getan haben - Matthew und Diana sind die besten Beispiele dafür - sie sind nicht nur Vampir und Hexe, sondern haben es auch geschafft, dass Diana schwanger wird, obwohl das eigentlich nicht möglich sein sollte, dass sich Vampire biologisch fortpflanzen können. Das löst eine Kette von Ereignissen aus, und sie werden von allen Seiten bedroht und wissen bald nicht mehr, wem sie trauen können, außer ihren engsten Freunden und Familienangehörigen. 

Die Autorin hat eine sehr bildhafte Sprache, die es leicht macht, sich sämtliche Charaktere vor seinem geistigen Auge vorzustellen, und sie hat auch alle Charaktere so gut beschrieben, dass es auch hier leicht fällt, sich in sie hineinzuversetzen. Die Geschichte wird größtenteils aus Dianas Sicht beschrieben, auch wenn kapitelweise aus Sicht anderer Personen erzählt wird, und das trägt viel dazu bei, die Handlung noch besser zu verstehen, weil sie auch vermittelt, wie andere Protagonisten außer Diana das sehen, was um sie herum passiert.

Auch wenn es mir manchmal zu "hoch" war (wenn z.B. Genetik erörtert wurde), hat dies doch dem Lesevergnügen keinen Abbruch getan, weil sowohl Matthew als auch Diana für mich wirklich liebenswerte Protagonisten sind, die sich ihre Liebe zueinander hart erkämpfen mussten, und die es auch danach nicht leicht haben, sich in Zeiten der Ungewissheit und der Kämpfe zu beweisen.

Mir hat dieses Buch wirklich gut gefallen, und obwohl am Ende alle Fragen geklärt sind, gab es doch so einige Andeutungen, bei denen es mich nicht wundern würde, wenn irgendwann ein weiteres Buch herauskommen würde - vielleicht nicht mit Matthew und Diana, aber eventuell mit ihren Kindern als Hauptpersonen?