Dienstag, 26. April 2016

"Mein bester letzter Sommer" von Anne Freytag




Inhalt: Tessa hat immer gewartet – auf den perfekten Moment, den perfekten Jungen, den perfekten Kuss. Weil sie dachte, dass sie noch Zeit hat. Doch dann erfährt das 17-jährige Mädchen, dass es bald sterben muss. Tessa ist fassungslos, wütend, verzweifelt – bis sie Oskar trifft. Einen Jungen, der hinter ihre Fassade zu blicken vermag, der keine Angst vor ihrem Geheimnis hat, der ihr immer zur Seite steht. Er überrascht sie mit einem großartigen Plan. Und schafft es so, Tessa einen perfekten Sommer zu schenken. Einen Sommer, in dem Zeit keine Rolle spielt und Gefühle alles sind …

Ich danke der Verlagsgruppe Randomhouse für die Zurverfügungstellung des Rezensionsexemplares.


meine Meinung: 

Es fällt mir schwer, hier eine Rezension zu schreiben, das Buch ist sehr emotional.

Ich beginne mit dem Cover: Das gefällt mir supergut. Es ist sommerlich-leicht, und es fasst in einem Bild alles zusammen, was in dem Buch vorkommt, und es hat so viele kleine Einzelheiten, die einfach perfekt zur Geschichte passen.

Auf der Innenseite ist die gezeichnete Landkarte mit der Route, die Teskar (= Tessa/Oskar) genommen haben, auf der Rückseite ist die Playlist der im Laufe der Geschichte angesprochenen Lieder.

Vorab: Das Buch liest sich wie ein Erfahrungsbericht, nicht wie eine erfundene Geschichte. Und das liegt daran, dass die Autorin einen wunderbaren Schreibstil hat und man sich so sehr in Tessas Verhalten einfühlen kann. Sie weiß, dass sie bald sterben wird, und das lässt sie böse auf alle sein - auf ihre Eltern, ihre Schwester, mit der sie sich immer gut verstanden hatte, einfach auf die ganze Welt.

Bis sie Oskar trifft - er lockt sie aus ihrem Schneckenhaus, bringt sie dazu, nicht nur "laut zu denken", wie er es formuliert, sondern ihre Gedanken auch auszusprechen, auch wenn sie anfangs noch große Probleme damit hat. Die beiden verbindet von Anfang an ein starkes Band. Sie verstehen sich ohne Worte, und dieses Verstehen ist so toll beschrieben, dass man es richtig fühlen kann.

Mit seinem Vorschlag, mit ihr eine Reise zu machen, damit sie noch etwas erleben kann und sich vielleicht noch der eine oder andere Wunsch von ihr erfüllt, bringt er Tessa dazu loszulassen und das Leben, das ihr noch bleibt, in allen Zügen zu genießen.

Ich mochte beide Charaktere sehr gerne, auch wenn ich mit Tessa ein wenig länger brauchte. Sie war - klarerweise verständlich, aber trotzdem - eine junge Frau, die anfangs eher unsympathisch rüberkam, weil sie alle, die um sie herum sind, durch ihre schroffe Art verletzt und von sich stößt. Erst gegen Mitte des Buches, als sie ihre Reise startet, wurde sie mir dann sympathischer.

Oskar hingegen war von Anfang an einfach nur süß - ein gutaussehender junger Mann, der trotzdem große Reife beweist, der einfühlsam ist, und versucht, Tessa ihre letzte Reise noch schöner zu machen.

Gegen Ende der Geschichte, die bis dahin aus Tessas Sicht erzählt wird, gibt es auch Kapitel, die aus Oskars Sicht geschildert werden. Und die runden das Ganze für mich perfekt ab, weil sie nicht den Oskar zeigen, der er vor Tessa ist, sondern den Oskar, der er im tiefsten Inneren ist - ein Mann, der verliebt ist und Riesenangst hat, Tessa zu verlieren, der sich nicht sicher ist, wie er das alles schaffen soll, und der trotzdem davon überzeugt ist, für Tessa eine Zeit zu erschaffen, in der jeder Tag noch schöner als der vorige sein soll.

Dieses Buch ist so viel mehr als nur eine Liebesgeschichte. Es erzählt unverschönt aus dem Leben, wie beschissen es manchmal sein kann und sich nicht darum schert, was der Mensch will. Es erzählt aber auch von Vertrauen und Selbstvertrauen, wie wichtig es ist, jemanden zu haben, an den man sich in seiner Schwäche anlehnen kann, und wie schön die erste Liebe trotz dunkler Wolken sein kann.

Ich habe ein paar Taschentücher gebraucht, aber trotz meiner Traurigkeit musste ich gleichzeitig auch lächeln. Die Autorin hat es geschafft, die gesamte Gefühlspalette - Wut, Trauer, Zorn, Vertrauen, Selbstvertrauen, Schuldgefühle und vor allem Liebe in ein Buch zu verpacken, und das macht es lesenswert und zu einer Geschichte, bei der man das Gefühl hat, die Personen persönlich zu kennen, und bei denen man weiß, dass man sie so schnell nicht mehr vergessen wird.

Dieses Buch ist jetzt schon eins meiner Lesehighlights 2016, und ich bin mir sicher, dass ich auch in Zukunft immer wieder durchblättern, querlesen und mich an eine wunderschöne Zeit mit Teskar erinnern werde.









Montag, 25. April 2016

"Addicted to you 1 - atemlos" von M. Leighton




Inhalt: Auf einem Junggesellinnenabschied lernt die Studentin Liv den coolen Clubbesitzer Cash kennen, einen Bad Boy, wie er im Buche steht. Eigentlich hat Liv genug von Typen wie ihm, zu oft hat sie sich in der Vergangenheit schon die Finger verbrannt. Per Zufall lernt sie seinen Bruder Nash kennen und ist verwirrt – die beiden sind Zwillinge, könnten aber nicht unterschiedlicher sein. Nash verkörpert alles, wonach sie bei einem Mann immer gesucht hat, ist charmant, intelligent und zuverlässig. Liv ist hin- und hergerissen, und auch die beiden Brüder können ihr Verlangen nach ihr nur schwer bändigen. Es entspinnt sich ein Liebesreigen mit ungeahnten Folgen ...


Ich danke der Verlagsgruppe Randomhouse für die Zurverfügungstellung des Rezensionsexemplares.


meine Meinung:

Die Geschichte wird hier abwechselnd aus Olivias, Cashs und Nahs Sicht erzählt, so kann man sich gut in die drei einfühlen. 

Alle drei Charaktere waren mir sympathisch, und der Schreibstil war flüssig, sodass ich mich schnell eingelesen habe. 

Cash ist der bad boy, wie er im Buche steht, im Gegensatz zu Nash, dem Anwalt, der nichts falsch machen kann. Und Olivia findet sich zu beiden sehr hingezogen und kann sich nicht entscheiden - das ist auch ein kleiner Kritikpunkt von mir, denn dieses ewige Hin und Her und Überlegen, wen sie denn nun nehmen soll, war mir zu übertrieben und hat mir zu lange gedauert. Was mir allerdings wiederum gut gefallen hat, war, dass Olivia den beiden nicht mit Haut und Haar verfällt, sondern sehr wohl versucht, sich ihre Unabhängigkeit zu bewahren und sich nicht von ihnen zu abhängig zu machen.

Cash erkennt, dass er um Olivia kämpfen muss, wenn er sie haben will - und das wird schwer werden, denn sie hat bisher nur schlechte Erfahrungen mit bad boys gemacht. Mir hat sehr gut gefallen, dass er ihr die Zeit gibt, die sie braucht. Nash wiederum will sie, sagt ihr das auch klipp und klar, kann sie aber nicht haben, denn er ist mit Olivias Cousine Marissa liiert.

Die Erotikszenen prickeln und haben mir sehr gut gefallen, aber sie stehen nicht im Vordergrund, was ich sehr gut fand, denn so haben sie die Geschichte nicht dominiert. 

Was mir nicht so gefallen hat, war das plötzliche "Abtauchen" ihrer besten Freundin, die kurz vor der Hochzeit steht, und plötzlich - nichts mehr, man liest nicht mehr von ihr, gar nichts. Die Autorin hat sich dann nur mehr auf die drei Protagonisten konzentriert, sodass alles drumherum ein wenig verblasst ist.

Bis zur Hälfte des Buches hätte ich nicht unbedingt mehr als drei Sterne vergeben - aufgrund des Hin und Her in Olivias Meinungsfindung, und weil sich nicht allzuviel getan hat - aber dann - boom - ging es los, und die Handlung macht eine 180 Grad-Wendung - und was für eine. Ab dann konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen und es wurde richtig spannend. Das Ende hat einen fiesen Cliffhanger, und ich bin nun schon sehr gespannt auf Teil 2.

Alles in allem ein young adult-Buch, das mir gut gefallen hat, mich aber noch nicht vollständig überzeugen konnte, auch wenn es gegen Ende gut wurde.


Freitag, 22. April 2016

"Du und ich bis ans Ende der Welt" von Jessica Redmerski



Inhalt: Camryn Bennett war noch nie glücklicher. Vor einem halben Jahr hat sie in einem Greyhound-Bus ihre große Liebe Andrew Parrish getroffen. Sie kann es kaum erwarten, den Rest ihres Lebens mit ihm zu verbringen – bis ein tragisches Ereignis ihr den Boden unter den Füßen wegzieht. Andrew versteht nicht, warum gerade Camryn und ihm das Schicksal so übel mitspielt. Er fürchtet, dass seine Freundin an ihrem Schmerz zu zerbrechen droht – und fasst einen Entschluss. Er wird für die Liebe seines Lebens kämpfen. Doch um die Hoffnung und Leidenschaft wiederzufinden, müssen die beiden auf eine Reise dorthin, wo alles begann …

Ich danke der Verlagsgruppe Randomhouse für das Rezensionsexemplar.

Das Buch ist die Fortsetzung von "Wenn du mich küsst, dreht die Welt sich langsamer". Das Buch war zwar in sich abgeschlossen, deshalb habe ich mich umso mehr gefreut, dass es eine Fortsetzung davon gibt. Dieses Buch hier könnte man wiederum zwar lesen, auch ohne den Vorgänger zu kennen, aber ich würde empfehlen, es trotzdem zu tun.


meine Meinung: die Geschichte startet ein paar Monate nach dem Ende vom letzten Buch. Camryn und Andrew erzählen abwechselnd kapitelweise aus ihrer Sicht. Die beiden müssen einen schlimmen Schicksalsschlag mitmachen, und um Camryn und auch sich selbst auf andere Gedanken zu bringen, starten sie nochmals mit dem Auto auf eine Reise ins Ungewisse - einziger Fixpunkt: weg vom Winter und in die Sonne. 

Diese Reise schweißt die beiden noch enger zusammen, sie lernen sich noch besser kennen und aufeinander zu vertrauen und hören, und sie lernen jedenfalls auch, über alles miteinander zu reden. Man erlebt mit, wie die beiden erwachsen werden und sich klar darüber werden, was sie von ihrem zukünftigen Leben erwarten. Von daher hat mir das Buch wirklich sehr gut gefallen.

Trotzdem konnte es mich nicht ganz so fesseln wie sein Vorgänger, weil manche Situationen ein wenig zu intensiv beschrieben wurden, und damit meine ich, was beiden in der gegenständlichen Situation gerade durch den Kopf ging. Da haben sich manchmal ihre Gedankengänge wiederholt, und gegen Ende des Buches habe ich zum Teil die Absätze eher überflogen.

Was mir wiederum sehr gut gefallen hat, war der sehr lange Epilog. 

Der Schreibstil war flüssig, auch die Handlung setzte sich konsequent fort und es gab keine unklaren Momente.

Alles in allem also ein Buch, das mir trotz einiger kleiner Längen gut gefallen hat.





Sonntag, 17. April 2016

Royals Saga 3 - Royal Love von Geneva Lee


Royal Love


Inhalt: Clara sollte die glücklichste Frau auf der Welt sein: In wenigen Wochen wird sie den Mann heiraten, den sie liebt, dem sie verfallen ist mit Körper, Herz und Seele. Doch Alexanders Vater lehnt ihre Verbindung kategorisch ab, und Clara findet heraus, dass Alexander immer noch Geheimnisse vor ihr hat und sie heimlich beschatten lässt. Clara liebt Alexander, aber kann sie ihm auch vertrauen? Und ist ihre Liebe stark genug, um ihre Unabhängigkeit und ihr eigenes Leben für das Königshaus zu opfern?

Ich danke der Verlagsgruppe Randomhouse für die Zurverfügungstellung des Rezensionsexemplares.


meine Meinung:

Band 1 und 2 der Serie konnten mich nicht zu 100 % überzeugen, deshalb war ich nun sehr gespannt auf Teil 3 - und: es geht doch, der hat mir sehr gut gefallen.

Die Geschichte startet ein paar Wochen nach Ende von Band 2. Alexander und Clara sind in den Vorbereitungen für die Hochzeit, und dementsprechend in Stress. Auch Alexanders Vater stimmt ihrer Verbindung weiterhin nicht zu. 

Was mir hier sehr gut gefallen hat, war die Schilderung der immer engeren Verbindung der beiden, wie sie sich gegenseitig unterstützen, aufbauen und Kraft geben.

Clara findet heraus, dass Alexander noch einige Geheimnisse vor ihr hat, und wie sie diese Probleme nun gemeinsam lösen, hat die Autorin meiner Meinung nach sehr gut beschrieben. Was mir auch sehr gut gefallen hat, war, wie Clara sich langsam in ihre Rolle an der Seite von Alexander in der Öffentlichkeit hineinfindet, auch wenn sie immer mal wieder noch Probleme damit hat, dass alles, was sie tut und getan hat, plötzlich für das ganze Land ersichtlich ist. Und mir hat sehr gut gefallen, wie Alexander sie in diesem "Reifeprozess" unterstützt und versucht, sie an ihr neues Leben zu gewöhnen und ihr aber andererseits immer wieder versucht zu ermöglichen, dass sie trotzdem noch soweit wie möglich unabhängig bleiben kann.

Die Erzählung wechselt zwischen Claras und Alexanders Sicht ab. Dadurch konnte man auch beider Gedankengänge sehr gut nachvollziehen.

Es gab nicht ganz so viele Erotikszenen wie in den letzten beiden Bänden, was mir persönlich sehr gut gefallen hat.

Die Handlung schreitet rasch fort, und es gibt auch einige spannende Momente, gegen Schluss lief sie mir dann fast ein wenig zu rasch.

Es gab ein paar Szenen in der Geschichte, die nicht ganz so realistisch waren, aber für mich war es o.k. - man weiß, dass es in Wahrheit nicht so läuft, aber mich hat das absolut nicht gestört.

Einige schöne und romantische Szenen gab es auch - und was ich immer ganz toll finde - es gibt auch einen Epilog :-)

Für mich also war im gesamten gesehen die ganze Serie trotz kleiner Schwächen in den ersten beiden Bänden eine Buchserie, die mir sehr gut gefallen hat und ich vergebe gerne eine Leseempfehlung dafür.

Ich freue mich nun auf den nächsten Band, wo es mit Belles Geschichte weitergehen wird.




Montag, 11. April 2016

"Aprikosenküsse" von Claudia Winter



Inhalt: Das Leben der jungen Foodjournalistin Hanna könnte so wunderbar sein. Hätte sie nur nicht diese Restaurantkritik geschrieben, wegen der eine italienische Gutsherrin einen Herzinfarkt erlitten hat! Als sie dann auch noch versehentlich in den Besitz der Urne gelangt, reist die von Schuldgefühlen geplagte Hanna nach Italien – und wird zum unfreiwilligen Opfer eines Testaments, das es in sich hat. Denn selbst über ihren Tod hinaus verfolgt Giuseppa Camini nur ein Ziel: ihren unleidlichen Enkel Fabrizio endlich in den Hafen der Ehe zu steuern. Eine Aufgabe, die ein ganzes toskanisches Dorf in Atem hält, ein Familiendrama heraufbeschwört und Hannas Gefühlswelt komplett durcheinanderwirbelt!


Ich danke der Verlagsgruppe Randomhouse für die Zurverfügungstellung des Rezensionsexemplares.




meine Meinung:


Das ist wieder mal ein Buch, bei dem man sich von Beginn an richtig reinfallen lassen kann.


Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Hannah und Fabrizio erzählt, und das ist gut so, so lernt man beide Charaktere kennen und lieben. Aber hier finden sich nicht nur Hannah und Fabrizio, sondern auch noch so viele andere Personen, die alle mehr oder weniger liebenswert sind.


Die Protagonisten sind so liebevoll gezeichnet, dass man sie einfach ins Herz schließen muss, und ich fand die Beschreibung (zugegebenermaßen, mit einigen typischen Klischees) dieses kleinen Plätzchens in Italien, wo sich ein Großteil der Handlung abspielt, wirklich zauberhaft. All das - die beschriebenen Personen und die Umgebung - macht dieses Buch zu einem Roman, in den man versinkt und erst wieder auftaucht, wenn man die letzte Seite gelesen hat. Der flüssige Schreibstil und das zügige Fortschreiten der Handlung tragen das ihre dazu bei, dass es beim Lesen nicht langweilig wird.


Hannah mochte ich von Beginn an sehr gerne, man konnte gleich zu Beginn feststellen, dass sie ein typischer Stadtmensch ist, der sich - wenn auch anfangs widerwillig - nur ungern in die ländliche Idylle Italiens einfindet. Alleine die Beschreibung, wie es dazu kommt, dass sie sich vom kleinen Ort Montesino und deren Einwohnern sowie den Bewohnern des Guts einfangen lässt, ist einfach lesenswert.


Im Gegensatz dazu steht Fabrizio, der eine Menge Sorgen auf seinen Schultern lasten hat, und dazu kommt nun auch noch die Trauer um seine geliebte Nonna. Man darf jedoch bald feststellen, dass er nur nach außen hin eine harte Schale hat, und dass er eigentlich butterweich ist.


Alles in allem war es eine Geschichte, die verzaubert, die viel Romantik enthält, und die für ein paar unterhaltsame Stunden sorgt.


Einen tollen Abschluss und eine gelungene Idee finde ich auch die paar Rezepte, die im Anschluss an den Roman vorgestellt werden - davon werde ich sicherlich das "Ragu" nachkochen :-)


Das war sicherlich nicht mein letztes Buch der Autorin und wenn ich könnte, würde ich gerne mehr als 5 Sterne vergeben - von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung.










Sonntag, 10. April 2016

"Boomerang - wer küsst, fliegt!" von Noelle August



Inhalt: Als Mia und Ethan sich kennenlernen, verstehen sie sich auf Anhieb blendend. Nach einem feuchtfröhlichen Abend wachen die beiden in Ethans Bett auf – ohne jede Erinnerung an die vergangene Nacht. Doch nur Stunden später stellen sie entsetzt fest: Sie beide beginnen heute ein Praktikum bei einem aufstrebenden Dating-Portal und sind ab sofort nicht nur Kollegen, sondern auch Konkurrenten um einen heißbegehrten Job. Das bedeutet: Dating und Küssen strengstens verboten! Sowohl Mia als auch Ethan gehen die Sache voller guter Vorsätze an – aber können sie die auch einhalten, wenn es zwischen ihnen nach wie vor gewaltig knistert?

Ich danke der Verlagsgruppe Randomhouse für die Zurverfügungstellung dieses Rezensionsexemplares.

Es handelt sich hier um Teil 1 einer Trilogie, alle Bände sind jedoch in sich abgeschlossen.


meine Meinung:

Das war wieder mal ein Buch,das mich überzeugen konnte - witzig, spritzig, frech und modern, aber trotzdem an den richtigen Stellen mit einer gewissen Ernsthaftigkeit.

Die Geschichte ist abwechselnd aus der Sicht von Mia und Ethan erzählt. Beide mochte ich als Charakter sehr gerne. Mia "Wuschelkopf", die nicht immer nachdenkt, bevor sie etwas sagt, aber trotzdem und gerade deswegen einfach liebenswert ist, und im Gegensatz dazu Ethan, dem es Mia gleich angetan hat und der - ebenso wie Mia - sehr darunter leidet, dass ihre Vorschriften es ihnen untersagen, etwas miteinander anzufangen. Gleichzeitig sind sie im Job aber auch Konkurrenten, denn nur einer wird am Ende des Sommers den begehrten Job erhalten. 

Die Handlung läuft schnell voran, der Schreibstil ist flüssig, und ich hatte keine Minute Langeweile mit dem Buch. Im Laufe der Geschichte liest man auch über die Familien der beiden, und das hat mir auch sehr gut gefallen.

Alles in allem ein Buch, das mit Romantik und Witz bei mir punkten konnte. Ich freue mich schon auf Teil 2 der Serie.




Freitag, 8. April 2016

"Gib mir deine Seele" von Jeanine Krock



Inhalt: Die junge Sängerin Pauline ist hochbegabt, aber ohne Engagement. Das ändert sich schlagartig, als sie den geheimnisvollen Constantin Dumont kennenlernt. Innerhalb kürzester Zeit macht er sie zum Star, dafür verlangt er aber bedingungslose Hingabe auf der Bühne — und in der Liebe. Anfangs zögerlich, dann immer mutiger lässt sich Pauline auf das verführerische Spiel aus Sex und Macht, Dominanz und Unterwerfung ein. Ein Spiel mit dem Feuer ...

Ich kannte bisher die Bücher aus der Engel-Reihe von Jeanine Krock, die mir sehr gut gefallen hatten und war nun sehr gespannt auf dieses Buch.

Der Verlagsgruppe Randomhouse danke ich für die Zurverfügungstellung des Rezensionsexemplares.



meine Meinung:

Mir hat das Buch gut gefallen, auch wenn es mir streckenweise immer wieder zu langatmig war und ich zeitweise einzelne Sätze beim Lesen eher nur überflogen habe.

Die Autorin hat aber trotzdem einen guten Job gemacht in ihrer Erzählung und Schilderung der Opernhäuser und Opern, was dem Leser einen guten Einblick in das Theaterleben gibt. Durch die Schilderungen der einzelnen Opern bekommt der geneigte Leser gute Lust, sich die angesprochenen Stücke auch anzuhören.

Der Schreibstil ist flüssig und man steigt ohne weiters sofort in die Geschichte ein, das hat mir sehr gut gefallen. Die Entwicklung von Pauline vom unbedarften und unschuldigen jungen Mädchen zu einer selbstbewussten Frau ist der Autorin sehr gut gelungen, und es hat Spaß gemacht, diese Entwicklung zu beobachten.

Auch Constantin, obwohl sehr geheimnisvoll, fand ich einen sehr gut beschriebenen Charakter. Durch kleine Einblicke in seine Gedankenwelt - die Geschichte ist sonst in der dritten Person erzählt - fiel es mir leicht, auch sein Verhalten nachzuvollziehen.

Die Nebencharaktere sind ebenso sehr gut und ausführlich beschrieben, und ziehen sich durch die gesamte Handlung.

Es kommen ein wenig Fantasyelemente vor, die immer ein wenig bei der Handlung durchblitzen, und im letzten Drittel des Buches steigt auch die Spannung an.

Ich selbst fand - im Gegensatz zu vielen Rezensionen - nicht unbedingt eine Anlehnung an Shades of Grey, die Handlung ist komplett anders, und dass SM-Szenen vorkommen, dafür hat SoG ja nicht unbedingt das Monopol ;-)

Das Ende hatte ich nicht ganz so erwartet und war für mich auch nicht ganz befriedigend und im Gegensatz zur Ausführlichkeit der Handlung auch ein wenig zu abrupt.

Alles in allem ein Buch mit einigen Strecken, das es aber trotzdem geschafft hat, mich zu fesseln, und einen Einblick in das Opernleben zu geben.









Sonntag, 3. April 2016

"love & lies 2 - alles ist verziehen" von Molly McAdams

Love & Lies

Inhalt: Eigentlich sollte Rachel die Hochzeit mit Kash planen, der Liebe ihres Lebens. Nach ihrem verrückten ersten gemeinsamen Jahr ist sie bereit, ein geordnetes und völlig normales Leben zu führen. Nun ja, eben so normal, wie es geht. Doch die beiden wurden mit etwas konfrontiert, das sie auseinanderzureißen droht.
 Vorab möchte ich dem Heyne-Verlag für die Zurverfügungstellung des Rezensionsexemplares danken. 


meine Meinung:

zur Warnung: diese Rezension kann Spoiler zum 1. Teil der Serie enthalten!

Band 2 setzt sich nicht mit dem Ende von Band 1 fort, sondern er beginnt ein paar Monate vor Rachels Entführung. Es werden die Monate nach ihrem traumatischen Erlebnis mit Blake geschildert, und wie sie und Kash weiter zusammenfinden und sich ihr gemeinsames Leben aufbauen. Das fand ich gut zum Verständnis der Geschichte, auch wenn ich anfangs kurz verwirrt war.

Die Handlung fand ich gut gestaltet und spannend, auch wenn es in diesem Band wieder die eine oder andere Szene gab, die nicht ganz der Realität und Logik entsprochen hat. Trotzdem hat mich die ganze Geschichte in ihren Bann gezogen und ich wollte nicht aufhören zu lesen. Die Erzählung erfolgt wiederum kapitelweise aus Rachels und Kash´ Sicht sowie einer weiteren Person.

Das Buch ist sehr flüssig im Schreibstil und das hat es leicht gemacht, schnell und zügig zu lesen. Im Gegensatz zu Band 1 hatte ich hier nicht das Gefühl, dass ich was versäumt hätte. 

Insgesamt konnte mich diese zweiteilige Serie - trotzdem es wie gesagt einige Szenen gab, die nicht ganz realistisch waren - gut überzeugen und ich hatte das Gefühl, dass es Rachel, Kash und alle anderen um die beiden herum irgendwo da draußen gibt. Der Schreibstil war mitreißend, und vor allem in Band 2 gab es für mich keine Hänger, in denen mir langweilig geworden wäre. 
Ich vergebe hierfür gern eine Leseempfehlung.




"love & lies 1 - Alles ist erlaubt" von Molly McAdams




Inhalt: Nachdem sie in der Vergangenheit hintergangen und verletzt wurde, will Rachel lieber als verrückte Katzenlady ein einsames Dasein fristen, als jemals wieder einem Typen zu vertrauen. Schon gar nicht einem umwerfend gut aussehenden Bad Boy mit Tattoos und Harley - wie Undercover-Cop Logan »Kash« Ryan. Doch wenn er sie mit seinen stahlgrauen Augen ansieht, muss Rachel ihre gesamte Willenskraft aufwenden, um seinen sexy Körper nicht mit ihren Blicken zu verschlingen ...


meine Meinung:

Ich hatte das Buch in der englischen Fassung bereits auf meiner Wunschliste und freute mich daher sehr, als ich es in der deutschen Fassung als Rezensionsexemplar vom Heyne-Verlag angeboten bekam - vielen Dank dafür!

Zur Geschichte selbst: Die Handlung wird abwechselnd aus der Sicht von Kash und Rachel erzählt, was es leicht macht, sich schnell in die Charaktere einzufühlen. Auch der Schreibstil ist sehr flüssig, sodass man sich rasch einliest.

Allerdings ging mir die Handlung bis zur Mitte des Buches etwas zu rasch voran, und es gab hin und wieder ein paar kleine Sprünge in der Geschichte, bei denen ich das Gefühl hatte, dass ich was versäumt hätte. 

Die Charaktere von Rachel und Kash haben mir sehr gut gefallen - ich fand die Wortduelle zwischen den beiden wirklich witzig, und was ich gut fand, war, dass sich die Beziehung zwischen den beiden nicht superschnell entwickelte, sondern Kash sich erst Rachels Vertrauen verdienen musste, bevor es zwischen den beiden ernst wurde. Die Handlung plätschert bis etwa zur Hälfte eher locker dahin, und erst dann zieht die Spannung richtig an, und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, ohne es fertig gelesen zu haben. Es gab eine Entwicklung in der Handlung, mit der ich nicht gerechnet hatte, und das war richtig gut gemacht. 

Was mir sehr gut gefallen hat, war die Mischung aus Liebesgeschichte und Thriller, denn der Beginn der Handlung lässt anfangs nicht unbedingt vermuten, dass es sich hier nicht nur um eine Liebesgeschichte handelt.

Das Ende beinhaltet einen wirklich miesen Cliffhanger, von daher bin ich froh, dass ich Band 2 bereits hier liegen habe und gleich weiterlesen kann.





Freitag, 1. April 2016

"Im Spiegel ferner Tage" von Kate Riordan

Im Spiegel ferner Tage

Inhalt: 
London, 1932. Als die 21-jährige Alice ungewollt schwanger wird, schickt ihre Mutter sie auf ein Gut im malerischen Gloucestershire, um den Namen der Familie zu schützen. Fasziniert von dem verwunschenen Anwesen erwacht Alices Neugierde, und sie erfährt von dem tragischen Los der einstigen Gutsherrin Elizabeth. Das Geheimnis um die schöne Frau berührt sie auf eigentümliche Weise, und Alice begibt sich auf Spurensuche. Sie entdeckt eine große Liebesgeschichte - und einen schlimmen Verrat …


meine Meinung:

Vorab danke ich dem Heyne-Verlag für die Zurverfügungstellung des Rezensionsexemplares.

Der Roman spielt in zwei verschiedenen Zeitebenen, einerseits im Jahr 1932, und andererseits Ende des 19. Jahrhunderts, zur Zeit von Elizabeth. Die Kapitel und Erzählstil wechseln sich immer wieder ab.

Alice wird ungewollt schwanger - zur damaligen Zeit ein riesiger Skandal, unverheiratet schwanger zu werden, wird sie von ihrer Mutter zu deren alter Freundin nach Fiercombe Manor geschickt, um dort die Zeit bis zur Entbindung zu verbringen. Sie verbringt dort den Sommer, und, von Natur aus neugierig, versucht die Geschichte um die Familie zu ergründen, die Ende des 19. Jahrhunderts dort gelebt hat. Ihre Neugier wird noch dadurch bestärkt, dass die Personen, die damals schon im Haushalt lebten, versuchen, sie davon abzuhalten, Nachforschungen anzustellen.

Kapitelweise wird man durch die Erzählungen von Elizabeth an die Lösung des Geheimnisses um Fiercombe Manor herangeführt. 

Die Charaktere sowohl von Alice in der Jetzt-Zeit, als auch Elizabeth in der Vergangenheit, finde ich sehr gut beschrieben. Elizabeth leidet an Depressionen, dieses Krankheitsbild war damals natürlich noch nicht so erforscht, und ich staunte beim Lesen immer wieder darüber, welche Behandlungsmethoden zur damaligen Zeit angewandt wurden. Elizabeth und auch Alice lernte ich als sehr sympathische Charaktere kennen und ich mochte beide sehr gerne. 

Die Geschichte läuft ruhig dahin, und trotzdem man wird richtig hineingezogen, bis man gar nicht mehr aufhören mag zu lesen, um zu erfahren, wie es mit Alice weitergeht, und was mit Elizabeth passiert ist. Der Schreibstil ist sehr flüssig, und die genauen Beschreibungen der einzelnen Personen und deren Umgebung haben es mir leicht gemacht, mir alles vorzustellen. Zu keinem Punkt - obwohl eine ruhige Geschichte ohne Action - war es langweilig, sondern vielmehr hat sich im Laufe des Buches eine Spannung aufgebaut, die sich am Schluss dann in einem Höhepunkt entladen hat und mich mit einem Ende zurückließ, das ich passend empfand und das mich das Buch mit einem zufriedenen Aufseufzen schließen ließ.

Von mir gibt es eine Leseempfehlung für alle, die gerne Romane lesen, die zwar ruhiger, aber trotzdem spannend sind und die auch ein klein wenig Übersinnliches enthalten.