Donnerstag, 15. September 2016

"ein Buchladen zum Verlieben" von Katarina Bivald

Ein Buchladen zum Verlieben

Inhalt:

Es beginnt mit einer ungewöhnlichen Brieffreundschaft. Die 65-jährige Amy aus Iowa und die 28-jährige Sara aus Schweden verbindet eines: Sie lieben Bücher – mehr noch als Menschen. Begeistert beschließt die arbeitslose Sara, ihre Seelenverwandte zu besuchen. Als sie jedoch in Broken Wheel ankommt, ist Amy tot. Und Sara plötzlich mutterseelenallein. Mitten in der Einöde. Irgendwo in Iowa. Doch Sara lässt sich nicht unterkriegen und eröffnet mit Amys Büchersammlung einen Laden. Und sie erfindet neue Kategorien, um den verschlafenen Ort für Bücher zu begeistern: »Die verlässlichsten Autoren«, »Keine unnötigen Wörter«, »Für Freitagabende«, »Gemütliche Sonntage im Bett«. Ihre Empfehlungen sind so skurril und liebenswert wie die Einwohner selbst. Und allmählich beginnen die Menschen aus Broken Wheel tatsächlich zu lesen – während Sara erkennt, dass es noch etwas anderes im Leben gibt außer Büchern. Zum Beispiel einen ziemlich leibhaftigen Mr. Darcy …


gebundene Ausgabe


meine Meinung:

Ich hatte das Buch schon vor längerer Zeit entdeckt, bevor ich mich dann doch dazu entschlossen habe, es anzufragen - auf diesem Weg vielen Dank an die Verlagsgruppe Randomhouse für das Rezensionsexemplar.

Die Idee zum Buch hat mir sehr gefallen - bin ich doch ein ebensolcher Bücherwurm wie Sara, die selten ohne ein Buch (oder moderner: eReader) anzutreffen ist und in Bücher versinken kann.

Deshalb konnte ich mich auch sehr gut in die Figur von Sara versetzen, die sich entschließt, nur aufgrund einer Brieffreundschaft zur ebenfalls buchbegeisterten Amy, diese in ihrer Heimatstadt Broken Wheel im US-Bundesstaat Iowa zu besuchen - doch als sie dort ankommt, muss sie feststellen, dass Amy in der Zwischenzeit verstorben ist.  Doch sie wird von den Einwohnern der Stadt mehr oder weniger herzlich aufgenommen, jeder hilft ihr und sie lebt sich schnell ein.

Mir hat die Entwicklung von Sara sehr gut gefallen - sie entwickelt sich von einer Büchermaus, die nichts lieber tut, als vor dem Leben in Bücher zu fliehen zu einer Person, die selbstbewusster wird, die die Leute in der Stadt lernt zu mögen, und die aus eigener Kraft einen Bücherladen eröffnet, der den Städtern ihre Liebe zu Büchern nahebringen soll. 

Das Buch liefert einige gute Buchvorschläge, und mich hat - wie in anderen Rezensionen bekrittelt - auch gar nicht so gestört, dass die Bücher im Laufe der Geschichte nicht so im Vordergrund stehen, sondern die Geschichte von Sara und den Bewohnern von Broken Wheel.

Sehr gut haben mir auch die Briefe von Amy an Sara gefallen, in denen sie ihr die Einwohner beschriebt und deren Beziehungen untereinander, sodass Sara beim Ankommen bereits alle kennt, wenn auch nicht persönlich.

Auch sehr gut haben mir die Schilderungen der zwischenmenschlichen Beziehungen der anderen Stadtbewohner gefallen, denn die Autorin hat sich nicht alleine auf Sara konzentriert, sondern hat sehr liebevoll viele andere Charaktere gezeichnet, die sich in der Geschichte weiterentwickeln.

Einen Punkt muss ich aber abziehen, denn so flüssig der Schreibstil auch ist, und so viele Nuancen die Geschichte auch enthält - sie war mir zum Teil einfach zu langatmig. Bei der Hälfte des Buches war ich kurz versucht, abzubrechen, aber dann siegte doch die Neugierde, und ich habe weitergelesen, die Geschichte hat ab da dann auch ein wenig angezogen. 

Alles in allem ein Buch mit einem wirklich schönen Gedanken dahinter, dem allerdings ein wenig mehr Spannungsaufbau nicht geschadet hätte.







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