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Freitag, 18. November 2016

"Doktor M" von Stella Stone


Inhalt:

Er ist gut aussehend, karrierehungrig und hat magische Hände. Um es kurz zu fassen, Doktor Matthews ist der Traummann einer jeden Frau – und der Traumchirurg eines jeden Patienten.

Gäbe es nur nicht das teuflische weiße Pulver, das selbst Engel im Operationssaal zu Dämonen werden lässt...
Gäbe es nur nicht diesen einen kleinen Vorfall, der sein Leben auf den Kopf gestellt und die schwer verletzte Emma in seinen Operationssaal befördert hat…
Gäbe es nur nicht die tiefen emotionalen Krater, die ein Leben an der Spitze hinterlässt…

… dann wäre Doktor M. der Traummann einer jeden Frau – und der Traumchirurg eines jeden Patienten.


Ausgabeformat: ebook


meine Meinung:

Vorab danke ich den Autorinnen und dem Verlag für die Zurverfügungstellung des Rezensionsexemplares.

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Sie wird aus der Sicht von Dalton in Ich-Form geschildert, und das alleine ist ja schon eher ungewöhnlich, weil die meisten Romane ja doch aus Frauensicht geschrieben sind.

Der Charakter von Dalton ist sehr gut beschrieben, und der Handlungsverlauf ist insofern spannend, als man lange nicht erfährt, was mit Emma genau passiert ist, bzw. wie Dalton darin involviert ist.

Die Geschichte ist eher im Erzählstil verfasst, und es gibt neben Dalton und Emma wenige Nebencharaktere. Aber das stört überhaupt nicht, so kann man sich noch mehr auf das Seelenleben von Dalton konzentrieren und beobachten, wie sich seine Gefühle zu Emma ändern, wie er aber trotzdem immer noch der Ansicht ist, dass er sie nicht verdient und er kein guter Mann ist. Obwohl man als Leser sehr schnell anderer Meinung ist, war es doch faszinierend, die Entwicklung von Dalton zu beobachten, seine Zerrissenheit, seinen Kampf gegen die Sucht, und wie sehr er sich in einen Mann verwandelt, der zu 100 % anders ist als zu Beginn des Romanes.

An Emma hat mir sehr gut gefallen, dass sie eine solche Kämpfernatur ist, dass sie nicht verzweifelt, ihren Lebenswillen nicht verliert, fröhlich bleibt, und in allem, was passiert, einen Sinn sieht – auch wenn es noch so tragisch ist.

Es ist keine lustige Geschichte, sondern sie ist eher ein wenig düster, aber trotzdem vermittelt sie auch Hoffnung – darauf, dass es immer möglich ist, dass sich etwas bessert, dass der Mensch sich immer zum Besseren ändern kann, wenn er dies wirklich will. Es ist eine Geschichte über Verzweiflung, Kampf gegen die Sucht, Depression, aber auch über Hoffnung, Vertrauen, Verzeihen und Liebe.

Ein Buch, das mir trotz seines eher ernsten Themas sehr gut gefallen hat und das trotzdem auch eine Liebesgeschichte ist, ein wirklich tolles Buch für eine Debutautorin, von der ich hoffe, bald wieder zu lesen.

Ich vergebe hier gerne eine Leseempfehlung.



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