Freitag, 17. Februar 2017

"Wie die Luft zum Atmen" von Brittainy C. Cherry


Inhalt:

Alle hatten mich vor Tristan Cole gewarnt, mich angefleht, ihm aus dem Weg zu gehen. "Er ist ein Monster, er ist verrückt, und er ist tief verletzt, Liz", hatten sie gesagt. "Er ist nichts als die hässlichen Narben seiner Vergangenheit." Doch was sie alle ignorierten, war die Tatsache, dass auch ich ein bisschen verrückt und tief verletzt war, dass auch ich Narben hatte. Und keiner von ihnen bemerkte, dass ich an Tristans Seite endlich wieder atmen konnte. Denn nicht zu vergessen, wie man atmete, das war das Schwierigste, wenn man ohne die Menschen leben musste, die man von ganzem Herzen liebte.


Ausgabeformat: ebook


meine Meinung:

Vorab - obwohl ich normalerweise ein Buch zu Beginn nach Cover beurteile, dieses aber meist nicht kommentiere (ich meine, jeder sieht ja, wie es aussieht), möchte ich es hier jedoch kurz ansprechen - es gefällt mir sehr gut, und der Mann auf dem Cover ist genauso, wie ich mir Tristan nach der Beschreibung im Buch vorgestellt hätte. Durch die Grautöne wird auch sehr gut die anfängliche Traurigkeit und Düsterheit der Geschichte vermittelt.

Nun zu meiner Meinung zum Inhalt: Ich fand das Buch sehr emotional, nicht nur einmal stiegen mir die Tränen in die Augen.

Die Geschichte wird abwechselnd aus Tristans und Elizabeths Sicht erzählt, dazwischen gibt es Rückblicke in die Vergangenheit der beiden - aus seiner mehr als aus ihrer - die auch durch eine andere Schriftart gut von der Gegenwart abgegrenzt sind.

Die Autorin hat einen sehr berührenden Schreibstil, mit Worten und Zitaten, die an die Seele gehen. Die Trauer der beiden, wie sehr sie darum kämpfen, wieder ins Leben zurückzukehren, war ans Herz gehend, und ich habe mit den beiden mitgelitten.

Trotzdem das Buch in Längen sehr traurig ist, zieht es den Leser trotzdem nicht runter. Es gibt im Gegensatz dazu so viele kleine Szenen, die Hoffnung, Liebe, auch Freundschaft vermitteln, dass es die Traurigkeit wieder ausgeglichen hat.

Tristan fand ich besonders gut beschrieben, wie zerrissen er ist, wie sehr er in seiner Dunkelheit feststeckt, und wie Elizabeth es schafft, ihn herauszuholen.

Was mir sehr gut gefallen hat, war, dass nicht sofort von Liebe die Rede war - das wäre nach dem, was die beiden erlebt haben, auch nicht glaubwürdig - sondern dass sich die Beziehung der beiden langsam entwickelt, dass sie sich gegenseitig stützen und gemeinsam versuchen, sich ein Miteinander aufzubauen. Es gibt viele berührende Momente, die mir zu Herzen gingen, und es gab auch einzelne witzige Szenen, die mich lächeln haben lassen.

Beide Charaktere sind sehr gut beschrieben, ich konnte mich auf die beiden voll einlassen, und die Nebencharaktere runden die Geschichte im Gesamten ab. Da wäre einerseits Elizabeths Tochter, ein kleiner Wirbelwind, aber trotzdem auch einfühlsam, die einfach nur entzückend ist. Dann gibt es noch die Freundin - verrückt, manchmal ein wenig zu derb, aber liebenswert. Und auch die Eltern der beiden sind glaubwürdig und liebevoll geschildert, sodass man sich in der Geschichte von Beginn an gut aufgehoben fühlt.

Lediglich das Ende war mir zu übertrieben, weniger wäre hier mehr gewesen.


Es ist ein Buch, das einem zeigt, dass man nie weiß, was am nächsten Tag passieren wird, dass man seine Lieben festhalten soll, denn man weiß nie, ob man sie wiedersieht. Es ist eine Hommage an das Leben und die Liebe.


Im Ganzen sehen war es trotzdem ein Fünf-Sterne-Buch für mich, einfach, weil es mich von der ersten Seite an berührt hat, weil die Geschichte der beiden im Herzen bleibt, und man auch nach dem Auslesen  noch weiter an die beiden denkt.


Ich danke Netgalley für die Zurverfügungstellung des Leseexemplares.










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