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Montag, 29. Mai 2017

"The first taste" von Jessica Hawkins

The First Taste (English Edition) von [Hawkins, Jessica]

Ich habe das Buch in der englischen Ausgabe gelesen. Der deutsche Titel lautet "First taste - eine Nacht ist nicht genug".

Inhalt: 

Andrew Beckwith hat sein Herz bereits an ein Mädchen verschenkt – und zwar für immer. Als vor sechs Jahren seine Tochter Bell geboren wurde, hat er sein Bad Boy-Leben aufgegeben. Seitdem ist er überzeugter Single. Denn als Bells Mutter die beiden verließ, schwor Andrew nie wieder eine Frau so nah an sich heran zu lassen, dass er oder Bell verletzt werden könnten. 

Amelia Van Ecken ist unabhängig, clever und tough; und Inhaberin eines hippen Hochglanzmagazins für Frauen. Außerdem steckt sie gerade mitten in einem schmutzigen Scheidungskrieg. Da bleibt keine Zeit für Sex geschweige denn Liebe. Eher vergräbt sie sich in Arbeit. Aber als Amelia und Andrew sich zufällig über den Weg laufen, springt der Funke sofort über. Sie sind aus verschiedenen Welten, aber die Anziehung zwischen den beiden ist unüberwindbar. Perfekte Voraussetzung also für einen One-Night-Stand. Es ist ja nicht so, dass Gegensätze sich anziehen würden… 


Format: ebook


meine Meinung:

Andrew und Amelia laufen sich per Zufall über den Weg, als er seine Tochter für die erste Übernachtung bei seiner Schwester Sarah im Büro abliefert, deren Chefin eben Amelia ist. Von Beginn an sprühen die Funken zwischen den beiden, und sie verbringen zusammen eine Nacht. Daraus entwickelt sich in weiterer Folge eine Geschichte, die romantisch ist, bei der man die Zuneigung zwischen den beiden, aber auch die Unsicherheit gegenüber einer Beziehung spürt, denn zuviel spricht von beiden Seiten dagegen. 

Ich mochte die beiden sehr gerne. An Andrew hat mir sehr gut gefallen, dass er Vater mit Leib und Seele ist, seine Tochter über alles stellt und sie mit allen Mitteln vor allem schützen will. Trotzdem verzieht er sie (meist) nicht, sondern versucht ihr das Leben zu vermitteln, ohne ihr Angst zu machen. Auf der anderen Seite entwickelt er von null auf hundert einen Beschützerinstinkt gegenüber Amelia und kann sich sehr gut in sie einfühlen und ihr ihre Ängste nehmen. Er ist liebevoll, durchaus manchmal auch romantisch, und bemüht sich sehr, Amelia für sich zu gewinnen, ohne dass es zu kitschig wird.

Im Gegensatz dazu steht Amelie, die mit ihrem Exmann Einiges mitmacht und - obwohl bildhübsch und in ihrem Beruf sehr erfolgreich - auch Komplexe entwickelt hat. An ihr mochte ich sehr, wie sehr sie es schafft, Andrew zu vertrauen, sich auf ihn einzulassen, trotz all ihrer Ängste. Ganz besonders gefiel mir ihr Zugehen auf Bell, wie sie sie nicht wie ein kleines Kind behandelt und dass sie es schafft, genau den richtigen Ton zu treffen, obwohl sie keine Erfahrung mit Kindern hat.

Obwohl beide so gegensätzlich sind wie Feuer und Wasser, ziehen sie sich doch unwiderstehlich an, und diese Anziehungskraft hat die Autorin sehr gut geschafft herauszuarbeiten. Die Erotikszenen hätten ruhig weniger sein können, sie haben in ihrer Ausführlichkeit nicht ganz perfekt in die Gesamtgeschichte gepasst. Das ist jedoch auch schon mein einziger (kleiner) Kritikpunkt.

Auch die Nebencharaktere wurden sehr gut ausgearbeitet und ebenso liebevoll beschrieben wie die Hauptprotagonisten.

Das Ende kam mir ein wenig zu plötzlich, ich hätte gern noch mehr oder ausführlicher gelesen, obwohl man als Leser eigentlich alles erfährt, was zu wissen ist.

Fazit: Es ist eine süße Liebesgeschichte mit zwei starken Protagonisten, eine Geschichte mit ein wenig Romantik, Drama, Liebe und auch über Freundschaft und mit einem Spannungsbogen, der mich kombiniert mit dem flüssigen Schreibstil das Buch rasch lesen hat lassen und mir einige unterhaltsame Lesestunden beschert hat. Ich vergebe gern eine Leseempfehlung.



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