Samstag, 24. Juni 2017

"Liebe wird aus Mut gemacht" von Catharina Junk



Inhalt:

Ein Roman über den Tod und das Leben - und über das Glück, lieben zu können

Nie wieder Sonnenblumen von Van Gogh an den Wänden. Nie wieder Hähnchen Estragon. Nie wieder Krankenhaus: Nina darf zurück ins Leben stolpern. Aber sie würde eher einem Hütchenspieler vertrauen als ihrem eigenen Körper. Also lieber die Handbremse anziehen: keine Pläne machen, keinen Spaß haben, nicht verlieben. Schon gar nicht in Erik. Doch zum Leben braucht es Mut - und erst recht für die Liebe.


Taschenbuch


Der Roman erschien davor unter dem Titel "auf null"


meine Meinung:

Ich hatte schon viel Gutes über das Buch gehört, der Klappentext hörte sich sehr interessant an und ich freute mich daher sehr, als es mir im Rahmen einer Blogtour über den Verlag zur Verfügung gestellt wurde - vielen Dank dafür!

Mich hat die Geschichte gefangengenommen. Die Autorin hat es sehr gut verstanden, die Gefühle von Nina zu schildern, die nach einem knappen Jahr Krankenhausaufenthalt nach der Diagnose Leukämie als "gesund" entlassen wird - als "geheilt" darf sie sich erst nach fünf Jahren bezeichnen.

Sie ist nämlich keinesfalls himmelhochjauchzend glücklich, gesund zu sein, sondern traut sich im Gegenteil ihr Leben nicht zu leben, weil die Krankheit ja jederzeit zurückkommen könnte. Diese Ängste wurden sehr gut geschildert, aber auch, wie Nina langsam ihren Weg hinausfindet, wie sie immer mehr versucht, sich auf das Leben einzulassen.

Kapitelweise gibt es Rückblicke von der Gegenwart in die Krankenhauszeit, beginnend mit der Diagnose über den langen Weg der Behandlung, Heilung und Genesung, verbunden mit Rückschlägen. Obwohl es zum Teil sehr emotionale Szenen sind und mir auch immer wieder die Tränen in den Augen standen, musste ich doch angesichts des Sarkasmus´ von Nina doch immer auch schmunzeln, denn sie nimmt das Leben während und nach ihrer Krankheit genau so - mit Sarkasmus. Sie macht sich über sich selbst lustig und schafft es auf diese Weise durchaus auch, so manchen vor den Kopf zu stoßen. Trotzdem mochte ich sie sehr gerne, konnte gut verstehen, warum sie so reagiert und nicht anders, warum sie es  nicht schafft, sich auf das Leben einzulassen. Denn so sarkastisch sie auch ist - sie hat viel Herz für ihr Umfeld, sie kann es nur nicht immer so zeigen. 

Es ist auch eine Geschichte über Freundschaft, es ist eine Liebesgeschichte, und es ist vor allem eine Geschichte über eine junge Frau, die nach einer schweren Krankheit ihren Weg zurück ins Leben finden muss - wie sie das schafft, das müsst ihr selbst lesen.

Ich vergebe jedenfalls eine klare Leseempfehlung mit dicken fünf Sternen für ein ehrliches, witziges, emotionales und zum Nachdenken-bringendes Buch.






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